Was ist Mediation?
Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, mit dem Parteien auf freiwilliger Basis eigenverantwortlich eine einvernehmliche Lösung ihres Konflikts erarbeiten. Grundlage in Deutschland ist das Mediationsgesetz (MediationsG), das seit 2012 die rechtlichen Rahmenbedingungen definiert. Ein Mediator begleitet den Prozess allparteilich und neutral, trifft jedoch keine Entscheidung in der Sache – die Lösung entwickeln die Beteiligten selbst.
Kernprinzipien nach dem Mediationsgesetz
- Freiwilligkeit: Freiwilligkeit in der Mediation bedeutet, dass alle Beteiligten selbstbestimmt und ohne äußeren Zwang an dem Verfahren teilnehmen und es jederzeit auch wieder beenden können.
- Vertraulichkeit: Inhalte der Mediation unterliegen der Verschwiegenheit, der Mediator unterliegt einer gesetzlichen Schweigepflicht.
- Neutralität und Unabhängigkeit: Der Mediator vertritt keine der Parteien, sondern unterstützt beide Parteien bestmöglich im Mediationsprozess.
- Eigenverantwortung: Die Beteiligten bleiben Herr über den Inhalt der Lösung. Das führt zu beziehungserhaltenden und besonders nachhaltigen Lösungen.
Abgrenzung zum Gerichtsverfahren
Im Unterschied zum Gerichtsverfahren, in dem ein Richter nach geltendem Recht eine für beide Seiten bindende Entscheidung trifft, steht bei der Mediation die eigenverantwortliche Konfliktlösung im Vordergrund. Gerichtsverfahren sind in der Regel öffentlich, formalisiert und oft langwierig; die Entscheidung folgt einer rechtlichen Bewertung, nicht notwendigerweise den tatsächlichen Interessen beider Seiten. Mediation hingegen ist vertraulich, flexibel und zeitlich meist deutlich kürzer. Sie ermöglicht es, hinter den rechtlichen Positionen liegende Interessen zu erkennen und tragfähige, oft wirtschaftlich sinnvollere Lösungen zu finden – besonders wertvoll bei fortbestehenden Geschäfts- oder Vertragsbeziehungen, wie sie im Bau-, Immobilien- und Handwerksbereich häufig vorkommen.
Meine Schwerpunkte in der Mediation
- Unternehmensnachfolgen und Erbschaftsregelungen: faire Regelungen finden, mit denen sich alle Parteien wohlfühlen
- Baukonflikte: Ärger auf der Baustelle über Kosten, Termine oder Qualität zwischen Bauherr, Architekt, Handwerker, Lieferanten
- Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Konflikte: Klassische Auseinandersetzungen zwischen Mitarbeitern, Führungskräften, Inhaber
- WEG-Konflikte: Auseinandersetzungen über Investitionen, das Zusammenleben und alle denkbaren strittigen Themen



